Auf Safari mit Michael Mittermeier | Ralf, Katja | niedling.info

Auf Safari mit Michael Mittermeier

Michael Mittermeier in der Esperantohalle in Fulda
Gerade kommen wir aus der Esperanto Halle in Fulda, wo wir die letzten Stunden auf Safari gewesen sind. So heißt das aktuelle Programm von Michael Mittermeier, das er zum Besten gegeben hat. Im großen und ganzen war es ein sehr unterhaltsamer Abend. Es gab aber doch den einen oder anderen Punkt, der ein etwas zwiespältiges Gefühl bei uns zurückgelassen hat.
Nach unseren Erlebnissen beim Madonna Konzert ist natürlich als ersten anzuführen, dass der Michel pünktlichst angefangen hat. Um 20.00 Uhr hat sich die Halle verdunkelt und mit dröhnendem Sound kam er auf die Bühne. Dann für mich die erste Überraschung. Da ich die CD von Safari bereits direkt nach Veröffentlichung gekauft und gehört habe, geht es erst mal "off-topic" und sehr politisch los. Eine gefühlte halbe Stunde lang wird die lokale und internationale Politik analysiert und durch den Kakao gezogen. Erst dann kommt das erste mal wirklich etwas, das man von der CD her kennt. Und so geht es eigentlich auch weiter. Der Inhalt der CD wird mehr oder minder nur als "Leitfaden" für das Programm genutzt, und nicht alle Inhalte werden auch im Live Programm verwendet. Und trotzdem kommt das Liveprogramm mit über zwei Stunden auf die doppelte Länge der CD.
Problematisch war für mich nur, dass ich mich auf etwas anderes eingestellt habe. Ich war und bin eine großer Fan von Zapped. Back to Live hat mir auch noch sehr gut gefallen, aber bei Paranoid war für mich erst mal etwas die Luft raus. Safari hat mir jetzt wieder richtig gut gefallen, aber irgendwie kam das in der Show gar nicht so vor, bzw. wurde ständig wieder unterbrochen und der gründe Faden "Safari" ging für mich dadurch etwas verloren.
Zweiter Kritikpunkt war für mich, dass er doch recht oft in ziemlich derbe Sprüche abgedriftet ist. Ich kann zwar auch über derartige Sachen gut und gerne lachen, aber wiederum hat es nicht dem entsprochen, was ich für den Abend erwartet habe. Und wiederum muss ich sagen, dass er auf der CD auch ohne derartige Ausflüge auskommt bzw. in viel geringerem Maße. Die CD ist dadurch aber nicht weniger witzig. Mir ist da immer noch Ingo Appelt in Erinnerung, dessen bösen Humor ich auch recht gut leiden konnte. Als er sich dann aber nur noch an das F-Wort und Witze unter der Gürtellinie geklammert hat war das für Ihn doch eher der Anfang vom Ende.
Fazit: Der Abend war zwar nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe, trotzdem habe ich zwei Stunden lang gelacht und hatte meinen Spaß. Und jeder, der meint er könne sich die Live Show sparen, weil er das Programm schon von der CD kennt, sei eines Besseren belehrt.
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